Ljodahått sind mit einem neuen Album zurück

LJODAHÅTT (sprich: Liudahott) entführen ihr Publikum optisch und musikalisch vom ersten Moment an in eine andere Welt. LJODAHÅTT sind keine Band im klassischen Sinne. Schon eher eine Art Kollektiv. Musiker, Schauspieler und Komponisten haben sich hier zusammengefunden. Individualisten allesamt – und dazu über halb Europa verstreut. Aber die künstlerische Arbeit verbindet das Kollektiv nun schon seit fast zehn Jahren. Und darüber hinaus eine große Wärme und Zuneigung. Auch das ist auf der Bühne in jeden Moment spürbar.

Und jetzt das neue Album. FYREANINGAR (zu Deutsch: Vorahnungen). Fast drei Jahre haben LJODAHÅTT an dem Album gearbeitet. Und dabei ist etwas entstanden, das vielleicht auch nur in dieser Mischung möglich war. Etwas aus der Zeit Gefallenes haftet ihm an. Ein Album, das einem das Herz öffnet. Mit großer Sorgfalt und Liebe zum Detail arrangiert, sehr fein und eigen, sehr nordisch – und von einer tiefen, ursprünglichen Schönheit.

Die Texte, die hier vertont werden, stammen wie schon beim Vorgängeralbum EG STEND EG, SEDDU vor allem aus der norwegischen Dichtung des 19. und 20. Jahrhunderts und werden im norwegischen Original gesungen. Die lyrische Bandbreite von LJODAHÅTT reicht von der Edda bis in die Gegenwart. Die Themen waren zur Zeit ihrer Niederschrift aktuell und sind es geblieben. „Mich interessieren die kleinen Dinge des Alltags, die das Leben eigentlich ausmachen“, so Magne Håvard Brekke, der LJODAHÅTT gegründet hat. „Es sind Fragen wie: Wie will ich leben? Wann fühle ich mich zuhause? Wer könnte das sein, dieses ich? Wie findet man zusammen? Wie geht man auseinander?“

Musikalisch haben LJODAHÅTT dafür ein eigenes Klangbild gefunden, irgendwo zwischen den Genres. Auf FYREANINGAR finden sich eingängige und sofort packende Folk/Popsongs wie Skyggen („Der Schatten“) ebenso wie die dunkle Erzählung Den Sortklædte („Die schwarz Gekleidete“), die romantische Reflektion mit Gitarre, Akkordeon und Trompete Drøm 1 („Traum 1“) oder ein Hauch Country und Fernweh wie im Titelsong Fyreaningar.

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