Howard Carpendale machts noch einmal klassisch

Nach dem großartigen Erfolg der „Symphonie meines Lebens“ wird die Geschichte nun weitererzählt. Denn man hatte schon geahnt, dass diese besondere Zusammenarbeit ein echtes Meisterwerk erschaffen hat, was sich dann auch in der fast einjährigen Präsenz in den Albumcharts bestätigte. Und doch war es ein mutiger Schritt, als Howard Carpendale 2019 das Kapitel Symphonie aufschlug, eine verrückte Idee, ein Herzenswunsch: Die legendären Abbey Road Studios! Doch wer sich ohnehin seit jeher weigert, sich immer nur selber treu zu bleiben, verlässt eben den bewährten Album-Singles-Tour-Weg und macht sich auf nach London zu dem erfolgreichen Produzenten-Duo James Morgan und Juliette Pochin, das schon mit Cliff Richard, Pete Townshend, Gregory Porter und vielen weiteren großen Künstlern zusammengearbeitet hat. Hier also, wo schon die Beatles, Pink Floyd oder Aretha Franklin ihre unvergesslichen Alben aufgenommen haben, entstand gemeinsam mit dem Royal Philharmonic Orchestra die „Symphonie meines Lebens“.

Aus über 700 Liedern wurden 12 ausgewählt und mit einzigartigen Interpretationen und völlig neuem Blickwinkel zu einem wichtigen Meilenstein dieser beachtlichen Karriere. Der auch sofort Lust auf mehr machte, weshalb schon ab Januar Pläne geschmiedet wurden, noch weitere Lieder in dieses faszinierende symphonische Gewand zu kleiden. Doch schon mit den ersten Einschränkungen ab März war klar, dass auch die Album-Aufnahmen in diesem Jahr ganz anders werden würden. Denn während es einerseits eine wirklich beachtliche Premiere ist, als deutscher Künstler gleich ein zweites Mal in diesem berühmten Studio aufzunehmen, war es dann leider nicht möglich, nach London zu reisen. Also blieb Howard in Deutschland und es folgte eine völlig neue Art der Zusammenarbeit über Internet und viele Telefon-Diskussionen mit Morgan und Pochin. Wie schon beim ersten Mal gab ihnen ihre unbeeinflusste Annäherung an die ihnen unbekannten Titel die große Freiheit, etwas Neues und Überraschendes daraus zu machen.

So gibt es auf diesem Album viel zu entdecken, fantastische Details, mutige Ideen und vor allem eine gelungene Mischung aus bekannteren, neueren und auch nachdenklicheren Titeln, Howards eigenen Wunschliedern und so manchem nostalgischen Rückblick. Wie dem zum schönen Mädchen von Seite 1, das ihm 1970 viel Erfolg brachte, als er damit beim Deutschen Schlagerfestival gewann. Der einstige Siegertitel strahlt nun in einer besonderen Verschmelzung aus alter Zeit, modernem Rap und dem klassischen Orchester und ist für Howard einer der wichtigsten Titel auf dem Album. Mit der Zeit so kreativ erneuert, konnte das Lied sich immer der Liebe des Publikums sicher sein, das immer offen war für neue Wege. „Meine Konzerte sind laut, sie sind rockig, sie legen sich nie fest, sondern leben diese Mischung, die Musik ausmachen sollte.“

Zwischen allen kleinen, großen, epischen und nostalgischen Momenten finden sich auch auf „Symphonie meines Lebens 2“ zwei bemerkenswerte Duette. Diesmal mit Giovanni Zarella bei „Ruf mich an“, dass uns mit seinem rockigen Anfang sofort entfacht für dieses Gute-Laune-Stück über die quälend-schöne Sehnsucht. „Es war eine tolle Zusammenarbeit“, erzählt Howard, „wir sind zwei Typen, die einfach passen, und Giovanni ist wirklich einer der besten Sänger aktuell in Deutschland“. Und so ergänzen die beiden sich auch ideal auf Deutsch und Italienisch, was dem Lied nicht nur einen tollen Anstrich verpasst, sondern auch mit dem gesungenen „ti amo“ als charmantes Echo vom letzten Album nachklingt und so eine Brücke zwischen die beiden Symphonien baut. Auch die Arbeit mit Kerstin Ott war geprägt von dem starken Draht, den die beiden zueinander haben, sodass die Arbeit richtig Spaß gemacht habe. Das hört man auch auf ihrer Version von „Wie frei willst du sein“. Sanft mit Klavier und Streichern eingeleitet, erschaffen die beiden eine spannend neue Interpretation des Klassikers von Howard um eine der vielleicht wichtigsten Fragen, die wir uns ehrlich stellen sollten.

Live:
11.09.21 Nürnberg, Frankenhalle
12.09.21 Chemnitz, Stadthalle
14.09.21 Frankfurt, Jahrhunderthalle
15.09.21 Frankfurt, Jahrhunderthalle
16.09.21 Frankfurt, Jahrhunderthalle
17.09.21 Leipzig, Quarterback Immobilien Arena
19.09.21 Wien, Stadthalle
21.09.21 Stuttgart, Porsche Arena
22.09.21 Köln, LANXESS Arena
09.11.21 Dortmund, Westfalenhalle
10.11.21 Hamburg, Barclaycard Arena
11.11.21 Hannover, Swiss LIfe Hall
13.11.21 Dresden, MESSE Dresden

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