Eva Almstädt – Am dunklen Wasser

Nachdem sich Autorin Eva Almstädt in ihren vorherigen Romanen mit ihrer Hauptfigur Pia Koritttki stets Fälle rund um die Orte der deutschen Ostsee hat aufklären lassen, begibt sich Eva Almstädt nun mit einer neuer Reihe und damit verbunden neuen Hauptcharakteren nun auf die westliche Seite Schleswig-Holsteins und veröffentlicht mit „Am dunklen Wasser“ den ersten Nordsee Krimi.

Hauptfiguren der neuen Buchreihe sind die Anwältin Fentje Jacobsen und der Journalist Niklas John. Beide Charaktere sind aufgrund ihrer eigenen Geschichte ein wenig besonders und entsprechen somit nicht dem gängigen Bild der jeweiligen Genres, in welchen sie tätig sind.

Während die Anwältin ihre Kanzlei auf dem großelterlichen Bauernhof in einem kleinen Dorf hat, gönnt sich der von privaten Umständen etwas mitgenommene Journalist eine Wohnung in der Hamburger Großstadt.

Nachdem die Anwältin, die sich regelmäßig um die Schafe ihrer Großeltern auf der nahegelegenen Weide kümmert, eines Morgens einen bewusstlosen Mann auf dieser findet, schlittert sie – ausnahmslos unverhofft – in ihren ersten größeren Fall.

Denn kurz darauf finden Fentje Jacobsen und der Mann seine Freundin, eine Lehrerin, erhängt in deren Garten. Der Verdacht fällt auf den männlichen Fund der Anwältin und diese entschließt sich kurzerhand, den Mann zu vertreten und seine Unschuld, von der sie überzeugt ist, zu beweisen.

Der Journalist Niklas John ist auf der Suche nach einer Geld einbringenden Story für seinen Verleger und fängt fast gleichzeitig an, über den scheinbaren Selbstmord zu berichten. Und so schneiden sich die Wege der Anwältin und des Journalisten immer wieder bis sie schließlich beschließen, gemeinsam den noch unbekannten Umständen des Todes der Lehrerin, dem zwischenzeitlichen Verschwinden zweier Schülerinnen des Internats, in den die tote Lehrerin unterrichtete sowie eines toten Pastors auf die Schliche zu kommen und die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Kurzweilig und mit so einigen interessanten Wendungen in der Handlung liest sich „Am dunklen Wasser“ flüssig und gut. Die Charaktere der Hauptfiguren werden für den Leser gut eingeführt und man fühlt sich diesen ganz schnell sehr nah und lebt den Verlauf des Falles mit dieses quasi mit.

Die Beschreibung der einzelnen Schauplätze der Handlung ist sehr plastisch gelungen und die einzelnen Handlungsstränge fügen sich gut ineinander, so dass es am Ende des Buches eine durchaus etwas überraschende Auflösung dieses ersten Nordsee Roman von Eva Almstädt gibt.

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