Neues Buch über Nachhaltigkeit erscheint

Die aktuellen Herausforderungen – Begrenztheit der Ressourcen, Ende der Konsumgesellschaft, wachsende Ungleichheit – drängen. Die Sehnsucht nach Alternativen ist groß, doch wir tun uns schwer neue Wege zu finden.

Dabei müssten wir nur weiter in der Geschichte zurückgehen, um Anregungen für unsere Zukunft zu finden. Die Historikerin Annette Kehnel unternimmt eine Spurensuche in die Vormoderne. Anschaulich beschreibt sie Lebens- und Wirtschaftsformen der Nachhaltigkeit, die völlig in Vergessenheit geraten sind: Dörfer, die Waldgenossenschaften gründeten, Frauen WGs in flandrischen Städten, Sharing Economy im Kloster, Renaissance-Architekten die Baustoffrecycling betreiben, Stadträte, die Mikrokreditbanken gründeten, die blühenden Second-Hand-Geschäfte auf den Pariser Märkten oder Crowdfunding für die Brücke in Avignon.

All die lebendig erzählten Beispiele aus der Vergangenheit machen deutlich: wir konnten schon einmal anders. Der Blick in die Geschichte eröffnet neue Denkräume, ermutigt zu Alternativen, bietet Anregungen für eine Zukunft jenseits von Gewinnstreben und Eigennutz.

Über die Autorin des am 17.05.2021 im Blessing Verlag erscheinenden Buches:
Prof. Dr. Annette Kehnel studierte Geschichte und Biologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, am Somerville College Oxford und an der LMU München. Ihr Promotionsstudium am Trinity College Dublin widmete sie der Erforschung irischer Klostergemeinschaften und arbeitete dann an der TU Dresden, wo sie sich im Jahr 2004 habilitierte. Seit 2005 ist sie Inhaberin des Lehrstuhls für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Mannheim. Sie hat zahlreiche Veröffentlichungen zu ihren Forschungsschwerpunkten Kultur- und Wirtschaftsgeschichte und der historischen Anthropologie vorgelegt.

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