Huss-Verbrechen am Fjord – Staffel 1

Mit der ersten Staffel von „Huss-Verbrechen am Fjord“ feiert eine schwedische Kriminalserie ihren Auftakt, die von der Erfolgsserie „Irene Huss“ von Bestsellerautorin Helene Tursten inspiriert ist und die die Tochter der einstigen Kommissarin in den Mittelpunkt rückt.

Katarina Huss tritt, entgegen der Bitte und des Widerstands ihrer Mutter den Dienst bei der Göteborger Polizei an und erlebt als Polizeianwärterin mit dem ihr zugeteilten Team im Rahmen dieser ersten Staffel fünf spannende, abwechslungsreiche und kurzweilige Fälle.

Dabei gelingt es den Machern der Serie, nicht nur die einzelnen Kriminalfälle in den Mittelpunkt der fünf Filme, die jeweils eine Spieldauer von rund 90 Minuten haben, zu stellen, sondern auch die persönliche Entwicklung der jungen Polizistin, deren erfolgreiche Mutter eine Bürde für die selbst im Hinblick auf ihre eigenen Ansprüche und zugleich auch ein Anerkennungsproblem im Außenverhältnis zu den Kollegen für sie darstellt.

Die Figur der Katarina Huss wird hervorragend von Schauspielerin Karin Franz Körlof, die man bereits aus der Serie „Greyzone“ kennt, mit Leben erfüllt. Sie spielt die Rolle unglaublich authentisch und vermittelt sehr gut den eigenen Anspruch der jungen Polizeianwärterin, die in sie gesetzten Erwartungen mehr als nur zu erfüllen und es zugleich allen zu zeigen, dass sie nicht im Vergleich bzw. Verhältnis zu ihrer Mutter gesehen und damit vielleicht auch nicht ganz ernst genommen wird. Ein Wille, der sich über die fünf Folgen hinweg sehr eindrucksvoll durchzieht und der den Charakter zudem eine interessante Entwicklung nehmen lässt.

Die einzelnen Fälle sind spannend und sehr unterschiedlich. Mal geht es um Schußwaffenschmuggel, dann um eine Geiselnahme oder auch um häusliche Gewalt. Dabei sind die Entwicklungen der Fälle auf vielschichtige Weise umgesetzt, so dass neben dem eigentlichen Geschehen auch immer wieder die Wahrnehmung von und damit verbunden das Verhältnis von Katarina Huss und ihren Kollegen mit eingebunden werden.

Gute Schauplätze, geschickte Kameraeinstellungen und ein atmosphärisch dunkler Soundtrack runden diese erste Staffel der neue Serie sehr gut ab und in Kombination mit wirklich sehr guten Schauspielern und Synchronsprechern unterstreicht „Huss-Verbrechen am Fjord“, das die Serie ein enormes Potential hat, um es der früheren Hauptserie in punkto Erfolg gleich zu tun. Hoffentlich lässt Staffel zwei nicht allzu lange auf sich warten.

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